
In diesem Beitrag hole ich mal ein wenig aus zur Stationsgeschichte.
Angefangen hat alles mit einer WS2200 von ELV im Jahr 2004:



Diese lief zusammen mit einem Funkinterface, welches die Daten in einem Ringspeicher ablegte. Dieses Funkinterface konnte vom Computer ausgelesen werden und die Wetterdaten wurden mit WsWin grafisch und tabellarisch aufbereitet und auf die Homepage geladen. Im Jahr 2005 wurde auf die WS2500 gewechselt, welche noch einen Helligkeitssensor mit brachte.
Allerdings gab es 2008 bereits die Abkündigung der Wetterstation samt Sensoren, 2010 erfolgte der Abverkauf aller für Garantiefälle gelagerten Ersatzkomponenten. Fortan gab es keinen Ersatz. Weder an Sensoren, noch an Empfänger. Da ich zum einem qualitativ gute Messwerte wollte, aber das Geld für eine Vantage Pro 2 zu dieser Zeit nicht gegeben war, fing ich an zu basteln.



Das Funkprotokoll der Sensoren war im Internet verfügbar, so dass ich meine Kenntnisse in der Mikrokontrollerprgrammierung nutzen konnte, um eigene Sensoren und Empfänger zu programmieren.
Als ich dann 2014 mit dem Raspberry Pi in Berührung kam, wusste ich sofort wofür ich diesen verwenden würde. An Stelle des daueraktiven PCs sollte dieser fortan die Aufzeichnung der Wetterdaten übernehmen. Allerdings gab es hierfür noch keine fertige Software. Daher programmierte ich über Wochen und Monate hinweg Stück für Stück meine eigene Auslesesoftware. Dies lief ganze 7 Jahre so, bevor am 15.08.2021 auf die Vantage Pro 2 gewechselt wurde.



Seit dem Umstieg auf die Vantage Pro 2, läuft die Wetterstation ohne jegliche Probleme. Empfangen werden die Wetterdaten der Sensoren über einen Meteostick, welcher an einem Raspberry Pi 4 angeschlossen ist. Als Software kommt WeeWx auf dem Raspberry Pi zum Einsatz. Zudem werden die Daten in eine Dateifreigabe exportiert und von dort von WsWin abgerufen. Auf diese Weise sind die aktuellen Wetterdaten mit den Aufzeichnungen der Jahre und Jahrzehnte zuvor kompatibel und es entsteht ein großes Datenarchiv.